
Es fühlt sich so an, als hätte sich die Bank aus Polyester von Marina Schreiber irgendwann heimlich aus dem Atelier geschlichen, um sich einen Platz zu suchen. Nicht so weit weg vom Haus der Schöpferin, nicht so weit weg vom Lieblingstreffpunkt der Betziner am Teich, fast am Ortsausgang in Richtung Jahnberge, Höhe Dorfstraße 12 A. Und was gibt es dort zu sehen? Einen Wolkenhimmel über dem weiten Feld. Und manchmal fühlt es sich so an, als wären die Kumuluswolken für Minuten zur Bank aus Polyester ausgehärtet, auf der man zu zweit sitzen kann. Bei Marina Schreibers Skulpturen meint man, in eine geheime Projektmappe zu schauen für Spezies von Flora und Fauna oder kleinstes Leben des Mikrokosmos. Marina Schreibers Skulpturen sind niemals Imitationen oder Nachbauten realer Vorbilder. Sie dienen lediglich als Anschauungsobjekte, nach denen die Künstlerin ihren eigenen Kosmos erfindet und besiedelt. Ihr Werk lenkt unseren Blick auf die Schönheit unserer Welt. Es ist eine Forderung an uns, alles für deren Schutz und Erhalt zu tun.






©Jutta Anders
