
Ein Versprecher gab der Bank den Namen. Beim Ausrichten der Bank in Netzeband rief jemand in die Runde: „So guckt die Netzebank in die richtige Richtung!“. Der Titel stimmt, die Richtung auch: denn die Besucher sitzen auf der gepflegten Wiese vor dem Gutshaus in der Dorfstraße 48 in Netzeband und sehen in den Park. Auf einen Rundbogen aus Weiden, der von einer Inszenierung übriggeblieben ist, und auf die drei majestätischen Rotbuchen, die Menschen auch ohne Theater in den Park locken. So auch den Holzgestalter Andreas Dorfstecher. Wenn er seine Kettensäge in die Hand nimmt, dann entstehen massive Objekte aus Eichenholz. Landschaftsmöbel und Landmarken. Seine sich dem Himmel entgegenreckenden Throne finden sich an den ländlichen Grachten in Holland, im Schwarzwald oder in seinem Skulpturengarten in Rosenwinkel. Seine „Netzebank“ für Netzeband betont mit einer Länge von 4,5 Metern eher die Horizontale.
Das passende Getränk zum Verweilen gibt es seit 36 Jahren beim Wirt im naheliegenden Gutshaus. Der Ort lebt seine Geschichte und ist über die Jahre ohne Eile gewachsen. Schön, wenn das gelingt.










©Hartmut Parthe
