Schäfers Stündchen von Hendrik Schink in Braunsberg

Eine Sage gab der Bank die Idee und den Namen. Der stattliche Schäfer von Braunsberg wollte nicht zum Militär. Die Werber des Soldatenkönigs fingen ihn ein, aber er konnte fliehen. So wachte er wieder über seine Herde und strickte im Gehen Strümpfe. Doch beim zweiten Versuch der Häscher, ihn zu fassen, schlug des Schäfers Stunde. Man lockte ihn in eine Falle. Im guten Glauben an eine Verkleidung als Vogelscheuche steckte er sich einen Stock in seine Hemdsärmel. So stand er da auf dem Feld und wurde dennoch entdeckt und festgenommen. Er musste zu den „Langen Kerls“ des Königs. Doch als Lausbub und Geschäftspartner von Friedrich II. machte der Schäfer noch in vielen Geschichten von sich Reden.

Zur Erinnerung an den renitenten und sympathischen Schäfer steht nun eine Bank aus rotfarbenen Klinkern und handgeformten Veduten aus Steinzeug auf der Wiese an der Dorfstraße, Kreuzung Rheinsberger Straße in Braunsberg. Von hier aus kann man dem Treiben der Kinder auf dem Spielplatz zuschauen. Die Braunsberger Mädchen und Jungen haben zur Erinnerung an die Sage Porzellanplatten bebildert, die die Geschichte des Schäfers nacherzählen. Des Schäfers Hut hängt seitlich über der Lehne – für immer ein Gruß an seine Landsleute.

©Sylke HülsebeckSylke